WAS IST EIGENTLICH PSYCHOSOMATIK?

Psychosomatik Naturheilkunde Kaufbeuren
copyright: Fotolia

ZUSAMMENSPIEL VON KÖRPER UND SEELE

Das Wissen darüber, dass Körper und Psyche in einem engen Zusammenhang stehen, ist sehr alt und psychosomatische Beschwerden gehören zu den häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Sie sind damit also nicht allein. Ihre Psyche hat eine besonders feinsinnige Verbindung zu Ihrem Körper und verschafft sich so Gehör. Das ist eine Chance - hören wir hin.

 

Psychosomatik: Funktionelle Störungen - Somatoforme Störungen sind körperliche Beschwerdebilder, ohne dass das erkrankte Organ ursächlich verantwortlich die Erkrankung ist. Das heißt, die Patienten haben körperliche Symptome wie z.B. Atemnot, Herzenge oder Verdauungsbeschwerden, ohne dass das betroffene Organ (wie Lunge, Herz, Magen, Darm etc.) ursächlich geschädigt ist: Eine Funktionsstörung des Organs liegt vor, allerdings liegt die Ursache dafür nicht am Organ selbst. Die Funktion eines Organs wird unterschiedlich beeinflusst – es muss nicht immer im klassischen Sinne krank sein, um Beschwerden zu verursachen. Dies erschwert erheblich die Diagnosestellung und nicht selten leiden die Patienten an einer Vielzahl von unterschiedlichen Beschwerdebildern, die schwer einzuordnen, zu diagnostizieren und somit auch zu behandeln sind.

Die Erkrankung ist also "psychisch bedingt" - das ist für die Patienten häufig unverständlich, verunsichernd und nicht selten so auch nicht akzeptabel. Wie ist das möglich? Sie haben z.B. Schmerzen und es gibt dafür keinen "klassischen Beweis"? Wie damit umgehen? Wie die Symptome behandeln?

 

Behandlung

Das Krankheitsbild der Psychosomatik verlangt einen Blick auf den Menschen in seiner Gesamtheit, denn es ist nicht nur das Organ, welches die Symptome hervorbringt, zu betrachten. Körper und Psyche arbeiten eng zusammen - es kann nicht beides losgelöst voneinander behandelt werden. Das Zusammenspiel ist diffizil, individuell und sensibel.

Die Naturheilkunde kann eine Alternative bzw. eine Ergänzung zu der klassischen schulmedizinischen Behandlung sein. Ich bin Heilpraktikerin mit der Zusatzausbildung in Gesprächstherapie, Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Entspannungstherapie:

Für die Therapie von psychosomatischen Erkrankungen, wird die Psychotherapie als eine Grundlage - im Besonderen die Gesprächstherapie - angesehen. Ein seelisches Gleichgewicht ist die Basis eines gesunden Körpers.

Seelischer Stress verursacht köperliche Reaktionen (siehe unten "neue Erkenntnisse"). Diesen Stress zu vermindern stellt den Grundstein dar. Mit der Entspannungstherapie kann der Umgang mit Stress positiv und nachhaltig verändert werden.

Zusätzlich dazu bietet die Homöopathie und auch die Pflanzenheilkunde Möglichkeiten, auf körperlicher sowie auf seelischer Ebene zu behandeln.

 

Symptome (eine Auswahl)

Hält der seelische Stress an, besteht die Gefahr einer Chronifizierung und dieser quälende Dauerzustand verstärkt die Angst, das Unwohlsein und auch die Symptome:

  • Konzentrationsschwäche
  • generelles Unbehagen und Unwohlsein
  • Schlafstörungen
  • Ermüdung / Erschöpfung
  • Appetitmangel
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel, Benommenheit
  • Ohrgeräusche, Tinnitus
  • Sehstörungen
  • Atemnot, Druckgefühl im Hals, Reizhusten
  • Druckgefühl, Stechen, Beklemmungen in der Brust, Herzstolpern
  • Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Sodbrennen, Magenschmerzen, Blähungen, Durchfälle, Verstopfungen, Krämpfe
  • vorübergehendes Aussetzen oder gar völliges Ausbleiben der Regel
  • abnorme Hauterscheinungen, Haarausfälle
  • Schmerzen im Bereich von Muskeln, Wirbelsäule und Gelenken

Beispielhafte Krankheitsbilder sind z.B.

  • Broken-Heart Syndrom (Stresskardiomyopathie)
  • Fibromyalgie
  • Reizmagen
  • Reizdarm
  • Reizblase
  • somatoforme Kopfschmerzen
  • somatoforme Rückenschmerzen

Neue Erkenntnisse

Die körperlichen Beschwerden gehen nicht immer offensichtlich mit seelischen Belastungen einher, jedoch stehen die Vorgänge im Körper in einem direkten Zusammenhang mit der Psyche. Diese Erkenntnis findet immer mehr Beachtung in der Erforschung der Entstehung von Erkrankungen, so z.B. auch in der Psychoneuroimmunologie (interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt). Anhaltende seelische Belastungen steigern die Produktion von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol), welche wiederum Einfluss auf die Blut- und Nährstoffversorgung von Organen und Muskeln haben. So kann es sein, dass der Körper auf seelisches Leid (bewusst oder unbewusst) mit Symptomen wie z.B. Atemnot reagiert.